Bereits zum dritten Mal organisiert der Verein «Chanzun rumantscha» ein interromanisches Treffen im Zeichen des romanischen Liedes und der romanischen Musik. Das Festival, das bereits 2019 in Trun und 2022 in Zuoz stattgefunden hat, findet im Oktober 2025 in Vella, Lumnezia statt. Es soll eine Plattform für neue Ideen und für die musikalischen Schätze sensibilisieren, schreiben die Organisatoren des Festivals.
2022 in Zuoz
Vor drei Jahren wurde die Vielfalt der rätoromanischen Musik in Zuoz, im Oberengadin zelebriert. Troubadouren in den Gassen, himmlische Klänge in den Kirchenchören sowie Pop- und Rockmusik auf der Bühne. Das «Festival da la chanzun rumantscha» ist abwechslungsreich und spricht sowohl junge als auch ältere Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber an. Die musikalischen Wurzeln des rätoromanischen Gesangs werden gepflegt und neuen Einflüssen wird Raum gegeben. Ein wesentlicher Bestandteil des Festivals ist die Förderung neuer Kompositionen für rätoromanische Lieder, Texte und Gedichte.
Um Wurzeln zu erhalten, ist es von grosser Bedeutung, dass immer wieder neue Sprossen nachwachsen.
Deshalb werden Komponistinnen und Komponisten eingeladen und gebeten, weitere Kompositionen zu kreieren, um das Angebot an Liedern für Chöre zu bereichern. Die Kompositionen werden dann von einer professionellen Jury bewertet und während des Festivals von ad hoc Chören präsentiert. Am Schluss entscheidet dann das Publikum, welche Lieder es unter die Favoriten schaffen.
Viele Komponisten und Autorinnen haben viel Herzblut und Wissen beigesteuert. Sie haben unzählige hochkarätige rätoromanische Lieder geschrieben. Jedes Lied trägt ein Stück zur Förderungen und Erhaltung der rätoromanischen Kultur bei.
Musik bei RTR
Die gute Resonanz für einheimische Musik zeigt sich auch in den Programmen von Radio RTR. Der Anteil an Schweizer Musik beträgt über 54 Prozent, der Gesamtanteil an rätoromanischer Musik liegt bei gut 20 Prozent. Seit Jahren gibt die bündnerische und rätoromanische Musik bei RTR den Ton an. Etwa 11’000 Aufnahmen und Produktionen der verschiedensten Musikrichtungen wurden seit 1950 aufgezeichnet und sind seitdem immer wieder auf den rätoromanischen Wellen zu hören.